Der erste Reaktiv-Ball

Du möchtest lernen mit Technik und Bogen zu spielen?

Dafür brauchst du einen sog. Reaktiv-Bowlingball. Das Wort „Reaktiv“ klingt erstmal nach Plutonium und einer mystischen Wundertechnik. Eigentlich geht es nur darum, mit dem Namen zu verdeutlichen, dass ein solcher Bowlingball auch eine Reaktion zeigt, wenn man ihn andreht. Die normalen Bowlingbälle, die auch zum leihen in den Centern ausliegen, sind ähnlich wie die Polyester-Bälle, die gerne von Sportbowlern für den geraden Abräumer benutzt werden, aus einem sehr harten und dichten Material und erzeugen so recht wenig Reibung/wenig Reaktion. Bei Reaktiv-Bällen wird dem Polyurethan (das Schalenmaterial) mehr Weichmacher zugefügt, was das Material flexibler und griffiger macht. Dadurch erhöht sich auch die Reibungsstärke und damit die Reaktion. Im vorderen gölten Teil der Bahn rutscht der Ball noch – aber im letzten, nicht gölten Drittel bekommt er Kontakt zur sauberen Bahnoberfläche und kann reagieren – indem er seine Laufrichtung bogenförmig ändert.

Welche Vorraussetzungen brauchst du, damit sich ein solcher Ball lohnt?

Bowling kann jeder lernen. Aber auch sonst reicht es, wenn man dabei Spass hat. Ich empfehle jedem, der einen solchen Ball unter Kontrolle bekommen möchte, zumindest einmal die Woche trainieren zu gehen. Bei dieser Frequenz kann man sich noch gut daran errinnern, was man beim letzten Training gemacht hat und es tritt ein Lerneffekt auf. Ansonsten ist die Grundvorraussetzung, dass man überhaupt lernen möchte, einen Bogen zu werfen.

Was für einen Ball sollte man sich kaufen?

Zum Lernen sind die einfachen Einsteiger-Reaktiv-Bälle besser geeignet als die tollen teuren High-End-Geschosse. Man spart nicht nur Geld, sondern lernt auch mehr. Jeder der es schafft mit einem einfachen Reaktivball einen anständigen Bogen zu spielen, kann später auch mit allen anderen Bällen umgehen und von der Vielfalt an verschiedenen Reibungsstärken profitieren.