Räumspiel – Allgemein

Beim Räumspiel ist wichtig, dass es unkompliziert ist.

Man sollte möglichst viele Faktoren ausschliessen, die die Fehlerquote nach oben treiben. Ein Bogenwurf ist immer abhängig von Reibung. Also: Öl über die gesamte Bahnlänge auf der jeweiligen Wurflinie, Reibungsstärke des Balls, Wurf-Geschwindigkeit, Rotations-Geschwindigkeit, horizontale und vertikale Achsenausrichtung ect. … auf einen einzelnen Pin mit Bogen zu werfen ist demzufolge eine nur schwer zu kalkulierende Funktion.

Beim gradeaus Werfen muss nur noch die Wurf-Richtung stimmen. Öl egal. Wenn man die Technik beherscht, einen Reaktiv-Ball auch ohne jegliche Rotation, die eine Richtungsänderung erzeugen könnte, zu werfen, kann man auch mit dem „Anwurf“-Ball auf einzelnen Pins gehen. Ansonsten hilft der Plastik-Ball zumindest den Bogen und damit auch die Fehlerquote zu minimieren.

Beim Räumversuch auf Pinkombinationen kann es sinnvoller sein, den Anwurfball mit Bogen zu werfen. Besonders wenn Pins direkt hintereinander stehen, wie z.B. bei 3|9 oder 2|8 erhöht man die Räumquote, wenn man es mit Winkel und einem durchsetzungstarken (Reaktiv)Ball versucht.

Bei 1016 Sparekonstellationen ist die einzige Fausregel: auf Dauer möglichst unkompliziert, für den Moment mit der Methode, mit der man sich am sichersten fühlt.

Auf die einzelnen Eckpins 7 oder 10 ist ein diagonaler Wurf von Vorteil. Dies liegt daran, dass man mit großem Winkel die Trefferfläche vergrößert. Umso gerader man auf die äusseren Pin wirft, desto früher kann der Ball in die Rinne fallen – umso diagonaler desto später. Desweiteren wissen wir, dass wir mit jedem Wurf das Ölmuster auf der Bahn verändern. Bei einem diagonalen Wurf sind die negativen Auswirkungen auf das Ölmuster geringer als bei einem geraderen Wurf.